Neuigkeiten

       » Energieeinsparverordnung tritt am 1. Februar 2002 in Kraft «

Nach einigen Verzögerungen ist es nun soweit: Am 21. November 2001 wurde die Energieeinsparverordnung (EnEV) im Bundesgesetzblatt Nr. 59 verkündet. Sie wird im Februar des kommenden Jahres in Kraft tretenden und damit die jetzt noch gültige 3. WärmeschutzVerordnung 1995 sowie die Heizungsanlagenverordnung zusammenführen und ersetzen. Dies wird in vielen Bereichen Konsequenzen haben: Die Wärmeschutzplanung wird genauer aber dadurch auch komplizierter.

Die neuen Anforderungen der EnEV an gebäude und deren heiztechnischen Anlagen betreffen Bauherren, Eigentümer und Eigentümergemeinschaften, Architekten, Fachplaner und Ausführende, also die gesamte Haustechnikbranche.

Nach der EnEV wird das jetzige Niedrigenergiehaus mit einem mittleren Heizwärmebedarf von rd. 70 kWh/m²·Jahr (= ca. 7 Liter Heizöl/m²·Jahr) zum Standard-Wärmeschutzniveau - das bedeutet ein Absenken des Wärmeverbrauchs von Gebäuden um ca. 30 % gegenüber der momentan gültigen WärmeschutzVerordnung.

Berechnungsgrundlage wird bei der neuen EnergiesparVerordnung ausschließlich die eingesetzte Primärenergie sein. Danach ist es bei Neubauten Bauherren, Architekten und Planungsingenieuren freigestellt, wie sie den Niedrig-Energiehaus-Standard erzielen, sei es durch baulichen Wärmeschutz, moderne Heizungsanlagen, Wärmerückgewinnung, aktive Nutzung erneuerbarer Energien oder eine Mischung dieser Komponenten. Das Hinzuziehen von Fachingenieuren bei der Wärmeschutzplanung ist aufgrund der komplizierteren Berechnungsmethoden unumgänglich.

Die Mehrkosten, die sich laut Ministerien auf 1 bis 2 % der Bausumme belaufen, werden sich durch geringere Heizkosten rasch amortisieren. Bei Altbauten wird die Verordnung maßgeblich, sobald Teile des Gebäudes erneuert werden oder Anbauten hinzukommen.

Ferner müssen alle Heizkessel, die vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut wurden bis Ende 2005 ausgetauscht werden. Die Bundesregierung rechnet hierbei mit einem Energiespareffekt von rd. 8 %. Ebenso verpflichtend ist die Dämmung der obersten Geschossdecke bei nicht ausbaufähigen Dächern. Durch die Modernisierung, die entweder durch direkte Zuschüsse oder zinsverbilligte Darlehen gefördert werden soll, erwartet der Bauminister eine deutlich geringere Belastung der Mieter bei den Nebenkosten. Eine Sonderregelung gibt es für Ein- und Zweifamilienhäuser. Zur Vermeidung unzumutbarer Härten muss erst 2 Jahre nach dem Kauf nachgerüstet werden.

Besonders begünstigt wird, wer Sonnenenergie, Erdwärme oder Biomasse - also sogenannte erneuerbare Energien - bezieht!
 

# Altbaumodernisierungsprogramm Baden-Württemberg

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg hat ein dreigegliedertes Altbaumodernisierungsprogramm zur Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes und Reduzierung des Energieverbrauchs aufgelegt.

»Etwa 75 % aller Gebäude in Baden-Württemberg wurden vor Inkrafttreten der 1. Wärmeschutzverordnung im Jahre 1977 errichtet. Diese Gebäude weisen gegenüber heute üblichen Niedrigenergiehäusern einen bis zu fünffach höheren Heizenergieverbrauch auf. Das bedeutet, dass der Altbaubestand nahezu den gesamten Heizenergieverbrauch aller Wohngebäude (ca. 95 %) verursacht. Allein in Baden-Württemberg lassen sich durch Wärmedämmung und Heizungsmodernisierung bei älteren Gebäuden jährlich rund 55 Milliarden Kilowattstunden Heizenergie einsparen; dies entspricht etwa 5,5 Milliarden Liter Heizöl. Das geschätzte Investitions- volumen für eine umfassende energetische Verbesserung des Gebäudebestandes beläuft sich allein in Baden-Württemberg auf rund 50 Milliarden DM...«
Dr. Walter Döring, Wirtschaftsminister Baden-Württemberg

Impuls-Programm Altbau:
  · Informiert umfassend über die Möglichkeiten eines verbesserten Wärmeschutzes und moderner Heizungsanlagen in Altbauten.
Energiediagnose/Energie-Spar-Check:
  · Hilft Kosten sparen durch eine fachmännische Bewertung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten.
  · Erfasst den energetischen Ist-Zustand eines Gebäudes und der Heizungsanlage vor Ort.
  · Erarbeitet Vorschläge für eine sinnvolle, fachgerechte und energetische Modernisierung.
  · Erläutert die möglichen Maßnahmen vor Ort anhand einer Prioritätenliste.
  · Bewertet und durchgeführt vom sachkundigen Berater .

Der Energiesparcheck wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert, so dass die Eigenbeteiligung des Investors für ein Ein- bis Zweifamilienhaus beispielsweise 150,- DM beträgt.

Energieeinsparungsprogramm:
  · Dient der Finanzierung von Maßnahmen zur Verminderung des Heizwärmeverbrauchs im Wohnungsbestand, für Gebäude,
    deren Baugenehmigung vor dem 1.1.1984 erteilt wurde.
  · Unterstützt die Verbesserung des Wärmeschutzes der Gebäudehülle und den Einbau moderner Heizungssysteme.
  · Gewährt zinsverbilligte Darlehen der Landeskreditbank Baden-Württemberg.
  · Setzt voraus, dass eine Energiediagnose mit Modernisierungsvorschlägen durchgeführt wird.
 

# Förderung der Beratung zur sparsamen und rationellen Energieverwendung in Wohngebäuden vor Ort (Vor-Ort-Beratung) gemäß Richtlinien vom 18.9.1998 u. Verl.

»Förderprogramm bis 31.12.2002 verlängert«
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert eine sogenannte "ingenieurmäßige" Vor-Ort-Beratung.
Die Beratung ist eine wichtige Hilfe für alle Haus- und Wohnungseigentümer, die bereit sind, für Energieeinsparung und Umweltschutz, insbesondere in Wärmedämmung und den Austausch der Heizungsanlage zu investieren.
Sie befasst sich umfassend mit dem baulichen Wärmeschutz, der Heizanlagentechnik sowie eventueller Nutzung erneuerbarer Energien (Solaranlagen etc.).

Gefördert werden Beratungen für Gebäude, die
a) sich im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden,
b) vor dem 01.01.1984 bzw. in den neuen Bundesländern vor dem 01.01.1989 ihre Baugenehmigung bekommen haben,
c) überwiegend, d.h. mehr als zur Hälfte der Gebäudefläche zu Wohnzwecken benutzt werden.

Die maximale Höhe des Beratungskosten-Zuschusses bei den jeweiligen Objekttypen bzw. der jeweiligen Anzahl der Wohneinheiten können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
 
 



Objekttypen
 

(1)

Anzahl der Wohneinheiten 
(WE)

(2)

höchstzuwendungsfähige Ausgaben (ohne Umsatzsteuer)
DM
(3)
Bundesanteil
DM

(4)

A
Ein-/Zweifamilienhaus
850,-
650,-
B
bis 6 WE
1.200,-
700,-
C
bis 15 WE
1.700,-
750,-
D
bis 30 WE
2.200,-
800,-
E
bis 60 WE
2.700,-
850,-
F
bis 120 WE
3.200,-
900,-

Als zugelassener Berater kann ich die Energieberatungen für Sie durchführen, das Ausfüllen der Förderungsanträge übernehmen wir ebenfalls für Sie.




eMail
Übersicht
Leistungsspektrum
Adresse
eMail
Persönliches
Neuigkeiten
Home